König der Arschlöcher

Es wird höchste Zeit, dass wir uns ernsthaft über die Könige der Arschlöcher unterhalten.
In der letzten Woche waren es gleich Einige, die diesen Titel für sich in Anspruch nehmen wollen und irgendwie bekomme ich das Gefühl nicht los, dass sich deren Anzahl häuft.

Im Fokus stand diesmal ein Zahnarzt, der sein langweiliges Leben damit aufputschen will, dass er Löwen abknallt und sich damit brüstet was für ein toller Kerl er ist.
Das Internet ist leider voll mit diesen armseligen Gestalten, die im früheren Leben eine Klobürste waren und nun hier auf Erden gezwungen sind, weiter zu beweisen was für grenzenlose Arschlöcher sie sind. Natürlich werden Ihre Erlebnisse mit stolzen Bildern veröffentlicht und gepostet
.

Wo könnte man das besser tun, als in den jaucheverseuchten sozialen Medien – jene wundervolle Welt mit dem Topf voll Scheisse am Ende des Internets.
Was haben die eigentlich gemacht, als es noch keine sozialen Netzwerke gab? Unter welchem Stein haben die gelegen? Die müssen am Ende der Schulzeit ja auch wieder aus der Mülltonne raus gekommen sein. Zumindest für die kurze Zeit, bevor es direkt in die Frührente ging.
Sozial – wie passend.

Es ist vermutlich nur eine Momentaufnahme, aber derzeit entsteht schnell der Eindruck, die Soziopathen haben gerade Wandertag.
Zugegeben, Arschlöcher gab es schon immer und wir konnten uns in meinem Blog bereits ausgiebig über so manches Exemplar unterhalten. Doch inzwischen, so scheint es mir, verlassen sie immer häufiger die Deckung ihrer dunklen Masturbationsbuden und tun ihre Meinung vermehrt öffentlich kund.

Zuerst fing es harmlos, fast trollig an, dass einige dieser Trottel das Internet für sich entdeckten und auf ihren kläglichen Facebook-Profilen selten dämliche Parolen in die Öffentlichkeit rülpsten.
Dann kamen die Wutbürger mit ihren Pegida-Märschen und die Dummheit bekam ein Gesicht.
Zunächst noch belächelt, nahm die Verblödung der Gesellschaft exponentiell zu.
Es hat schon eine gewisse Komik gehabt, wenn im TV ein Hauptschulabbrecher aus Sachsen, der kaum geradeaus Deutsch sprechen konnte, sabbernd darüber schimpfte dass ihm ein hochausgebildeter IT-Experte aus Pakistan den Job weg nimmt.
Leider wird dieses Verhalten von Facebook und Co begünstigt.
Vermutlich könnte man den kompletten Text von „Mein Kampf“ bei Facebook posten – es sollte nur kein Titten-Foto mit drauf sein.

Solange diese Hirnlosen bei Facebook oder Knuddels.de durch die digitale Darmflora spazieren, können wir sie noch SEHEN und sie sind ein Spiegelbild der Gesellschaft! So wie diejenigen, denen sowas gefällt.

Es wurde zunehmend von den Ängsten der Wutbürger aus der Mitte der Gesellschaft geredet, die man doch ernst nehmen müsse und natürlich von der schweigenden Mehrheit.
 Was soll das sein – eine schweigende Mehrheit? Für mich ist das nicht mehr als die träge Masse in der Unwucht eines Rades.

Dummerweise ist die Verblödung nun offensichtlich nicht nur in den Unterschichten angelangt, sondern hat still und heimlich die Mitte der Gesellschaft erreicht.
Wenn man so will ist der Trottel inzwischen gesellschaftsfähig und darf sogar als Wähler wahrgenommen werden.
 Meist beginnen seine Ausführungen mit: „eigentlich bin ich kein Nazi, aber…“ danach folgt meist ein brauner Ausfluss als hätte man das Dixie-Klo des Internets umgestossen, garniert mit so vielen Ausrufezeichen als wäre er beim Schreiben mit dem Kopf auf der Tastatur eingeschlafen.

Der Trottel von der Intelligenz eines Kleinkindes hat natürlich Angst – Angst vor allem und jedem.
Vor Moscheen, vor Flüchtlingen und vorm schwarzen BiBa-Butzemann.
So sind Kleinkinder nunmal, können Nachts nicht schlafen wenn kein Licht brennt und sind ständig am Quängeln und Kreischen.
Leider gelingt es mit dem täglichen Verblödungsprogramm im Fernsehen nicht mehr diese Masse ruhig zu stellen. Inzwischen sind alle einmal bei DSDS durchgecastet oder in anderen Reality-TV-Formaten zweitverwertet und durchgenudelt worden.
Was soll man nun tun? Wie sie beschäftigen? Inzwischen finden sie ihren Weg auf die Straße, gründen sogar eigene Parteien und bezeichnen sich als das Bürgertum.

nazi-finger
Gesammelte Ergüsse der Wutbürger

Doch wie groß die Armee der Arschlöcher inzwischen ist, die in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, sieht man nicht zuletzt an der Sammlung „Perlen aus Freital“.
Wer hier mal rein liest, bleibt sprachlos zurück und es fällt mir inzwischen immer schwerer den Titel des „Arschlochs der Woche“ zu vergeben.

Ich frage mich, wann man hier endlich von Seiten der Politik von Terrorismus spricht und es nicht als „ernstzunehmende Ängste“ aus der Mitte der Gesellschaft abwinkt.

Ich wäre Euch dankbar, mir Eure Sicht dieser Entwicklung mitzuteilen – in der Hoffnung ein Licht am Ende des Tunnels voll Scheisse zu finden.

Danke

12 Kommentare auf “König der Arschlöcher

  1. Es gibt 3 Arten von Menschen – Die guten, die Arschlöcher und dann noch ein großes Grüppchen, bestehend aus denen die Angst haben (berechtigt oder nicht), keine Ahnung haben, keine Meinung haben, kein Interesse haben, …

    Das Problem ist (das hatten wir hier grade in der Nähe): wenn irgendwas nicht bombig läuft, dann ist Grüppchen 3 verunsichert. Und eigentlich läufts nie bombig, deswegen ist Grüppchen 3 immer unsicher. Verunsicherung ist die optimale Basis für die Arschlöcher. Die streuen sich dann in Grüppchen 3 und flüstern „Das is alles ganz schön komisch, gell? Ja, macht mir auch sorgen…alles wäre besser, wenn….“ und zerrt die verunsicherten Leute aus Grüppchen 3 ins Arschloch-Grüppchen. Und irgendwann sind in Grüppchen 3 so viele „normale Leute“, dass jeder denkt „ach, das is die Mehrheit. Die Mehrheit ist immer normal.“

    1. Ich denke das ist eine passende Antwort und das Schlimme ist, genau so lässt sich auch das Aufkommen der Nazis damals erklären in dieser dunklen Arschlochzeit.
      Die Frage ist doch nur, wieso lässt sich diese Gruppe der „normalen“ Arschlöcher neuerdings so leicht verunsichern und mitreißen? Woher kommt diese Panik nicht zur Masse dazu zu gehören.
      Woher kommt diese Angst und Verunsicherung? Und wir leben nun weissgott in einem Land mit dreifacher Absicherung und doppelten Boden.

      Und die zweite noch viel wichtigere Frage ist doch, kann man dieser Verunsicherung irgendwie entgegen treten oder ist das womöglich garnicht das Ziel weil man sich einfach eingestehen muss, ach was soll’s wir leben in einer Welt mit Arschlochüberhang also finden wir uns damit ab und richten uns bequem ein.

  2. Leider ist der Mensch an sich nicht intelligent genug aus seinen Fehler zu lernen und neue Strukturen zu finden. Es gibt immer ein Vorbild und die Schwachen folgen. Hitler hat auch nur kopiert. Denn die Geschichte wiederholt sich selbst. Der Ausruf HEIL HITLER ist nur die Abwandlung von AVE CESAR. Die gleiche Handbewegung. Nero hat die Juden für den Brand angeschwärzt obwohl er den Brand selbst in Auftrag gegeben hat. Das hat Hitler auch kopiert. Er hat erfolgreiche Ideen übernommen, da diese Erfolg hatten und immer haben werden. Der Mensch ist dumm und naiv genug um immer wieder zu Mitläufern zu mutieren. Also gibt es jetzt nicht mehr Arschlöcher wie früher. Sie fallen im Moment nur mehr auf.

    1. „Sie fallen mehr auf“ – da stimme ich Dir in allem absolut zu.
      Vielleicht fallen sie auch mehr auf, weil sie sich einfach mehr aus der grauen Masse trauen, lauter und dümmer brüllen als zuvor und keine Konsequenzen befürchten.

  3. Es macht mich so oft einfach fassungslos, wie grausam Menschen sein können. Du hast es genau auf den Punkt gebracht! Ich finde deinen Blog toll und finde es gut, dass Du so ehrlich bist.

  4. es gibt so viele Arschlöcher auf der Welt, die kann man nicht alle aufzählen und darf man vielleicht auch nicht, sonst hat man noch eine Klage am Hals. Ich könnte auch einige benennen, behalte es aber lieber für mich

  5. Schreckliche Aktualisierung:
    1. Arschloch der Woche: der Drecksack, der das Drama der 50 (?) / 70 (?) im LKW elend erstickten Flüchtlinge in Österreich mit „Gammelfleischskandal“ meinte kommentieren zu müssen.
    2. Arschloch des Jahres: der LKW-Fahrer, der die Eingeschlossenen einfach verrecken ließ. Das Öffnen der Tür ging wohl über seine Kräfte. Das kann doch kein MENSCH gewesen sein!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.