Generation Selbstinszenierung

Was wäre unser Jahrzehnt ohne die grenzenlose Selbstinszenierung.
Der SelfieStick, das ultimative Zepter der Macht für alle Arschbratzen.

Nach dem Motto: Was nicht bei Facebook gepostet wurde, hat nicht stattgefunden.

Es ist schon traurig wie sich einige ihr Leben versauen, nur um anderen zu gefallen die sie eh nicht ausstehen können. Da spielen sich wahre Dramen ab im WorldWideWeb.
Leute die sich nicht mögen hetzen nach Likes von Menschen die ihnen eigentlich am Arsch vorbei gehen und es werden Bilder eines Lebens inszeniert, die es zum einen nicht wirklich gibt und zum anderen einzig darauf abzielen, Leute zu beeindrucken, die noch armseeliger dran sind als man selbst.

Dazu passend haben wir auch Promis, die eigentlich nichts können und anderswo keine Promis wären.
Sie können weder singen, noch schauspielern – geschweige denn geil aussehen. 
Sie sind Promis und einfach nur da weil sie es schaffen uns tagtäglich mit ihren Anblick zu penetrieren.

Die arme Katzenberger, die eigentlich nur dadurch aufgefallen ist, dass sie es nicht geschafft hat Playmate zu werden.
Um den Bogen der Selbstinszenierung immer weiter zu spannen, hat sie jetzt ihre eigene Niederkunft medial aufbrezeln lassen.
Liveberichte aus dem Kreissaal und Gruppenfoto mit der buckligen Verwandtschaft vor den Presswehen inklusive.
Closeup und Nahaufnahme vom Dammschnitt bis zum Aftervideo der Nachgeburt.
Bald kennen wir die Katzenberger aus dem ff und waren an und in Regionen ihres Körpers, die wir niemals sehen wollten.

Facebook Daniela Katzenberger
Quelle: Facebook / Daniela Katzenberger

Ob wir es wollen oder nicht, irgendein Trottel wird auch in den nächsten Stunden, uns seinen Selfiestick, der Penisersatz der Profilneurotiker, über den Schädel hauen, um bräsig in die Kamera zu lächeln.

Yolo Babys – we are soooo happy & cool!
pretty brunette making selfie with a stick

8 Kommentare auf “Generation Selbstinszenierung

    1. Naja, wer hätte nicht gerne einen Penisersatz mit ausziehbarer Teleskopstange…
      Vielen, vielen Dank für den Film der haut mich völlig um!!
      hahahahaaaaa!!!

      1. Das magische Wort in Deinem Kommi ist zweifellos: ‚ausziehbar’😎😂
        Das Filmchen gehört zum dankbaren Komikfundus, wenn ich mal richtig lachen will.
        Sehr gern an Dich weitergegeben, weil es den Nagel auf den Kopf trifft…wie ich finde…😉

  1. Es ist schade, dass sich Menschen nur noch über Ihre Internetpräsenz definieren können. Manche Menschen besitzen mehr Selfies von sich, kennen mehr Menschen auf Facebook, könnten aber nicht mal 10 Dinge über ihre richtigen Nachbarn aussagen. Anstatt sich mit Freunden zu treffen, wird nur noch auf Facebook gepostet, bei Twitter getwittert oder sonstige Medienplattformen genutzt. Schade, dass das klassische „gehen wir einen Kaffeetrinken und über die neuesten Nachrichten quatschen“ schon fast aus der Mode gekommen ist. Ich halte noch an den alten Ritualen fest, auch wenn ich damit ziemlich alleine da stehe.

    1. Die Schuld liegt aber nicht an den technischen Möglichkeiten oder SocialMedia, die ja eigentlich eine zusätzliche Bereicherung sein sollten.
      Die Schuld liegt meiner Meinung nach, an dem todtraurigen Leben, was leider so viele leben.
      Ein Leben ohne Impulse ohne echte Inhalte – womit willst du da punkten? Worüber mit anderen reden wenn du nur ein bräsiger Konsument bist?
      Nur über Facebook können sie hier noch punkten, im Profil angeben, dass sie neben dem Job jeden Tag mind. einmal Fallschirm springen, in den Dschungel reisen um die Welt zu retten und in die Welt der Stars und Reichen eintauchen – weil es hier kein Schwanz überprüft.
      Nur online leben sie das Leben von dem sie meinen dass es andere Arschbratzen interessiert.

      Das ist das wirklich traurige, dieses inhaltslose Leben ohne eigene Ziele.

      1. Du hast es auf den Punkt gebracht. Besser hätte ich das auch nicht sagen können. Dennoch lasse ich meinen Mitmenschen gegenüber milde walten. Jeder sollte das tun, sagen und denken, was ihn glücklich macht. Den Glück sollte jedem Menschen wiederfahren. Und wenn es eben ein fingiertes Facebook-Leben ist, dann sollen Sie es haben. Ich bewerte diese Menschen nicht. Richtige Freunde verstehen einen und sind für einander da. Das kann keine dieser SocialMedia Plattformen mithalten.

  2. Facebook ist für mich überhaupt nicht existent… und wird es niemals sein…
    Twitter ist für mich nicht existent … und wird es niemals sein…
    Instagram ist für mich nicht existent … und wird es niemals sein…

    Ich freue mich schon auf das nächste Treffen mit denen die mir lieb und teuer sind
    ja, auch auf einen Kaffee… 🙂
    und natürlich mehr.
    Vielen Dank für diesen wirklich treffenden Artikel.

    Gut ist übrigens auch folgender:
    http://www.t-online.de/tv/tv-highlights/pro7sat1/knallerfrauen/id_76295082/-knallerfrauen-bei-den-selfies-hat-sie-etwas-missverstanden.html

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